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Typisch Karlsruhe
Typisch für Karlsruhe
Typisch für Karlsruhe ist der Grundriss der Stadt, der einem Fächer gleicht. Das Residenzschloss der Markgrafen stellt dabei den Knopf dar und die unterschiedlichen Hauptstraßen erscheinen hierbei wie zahlreiche Fächerstäbe oder Fächerfalten. Dabei ist es egal, in welcher Hauptstraße man sich gerade in Karlsruhe befindet, am Ende dieser ist immer das Schloss zu sehen. Bei einem Blick vom Turm des Schlosses, sieht man rundum 32 Gassen, davon sind neun die Hauptstraßen der Stadt. Aufgrund dieser Anordnung der Straßen, wird auch von der „Fächerstadt Karlsruhe“ gesprochen.
Karlsruhe und die Erfinder
Die erste so genannte „Fahrmaschine ohne Pferd“ wurde in Karlsruhe konstruiert und der damals 32-jährige Erfinder erntete nur Spott und Gelächter von der Bevölkerung. Karl Wilhelm Friedrich Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn hatte das Fahrrad 1817 erfunden und stellte sozusagen „die Welt auf Räder“. Doch zu seinen Lebzeiten wollten die Menschen noch nichts von seiner genialen Erfindung wissen, erst nach seinem Tod, er verstarb 1851, wurden sich die Menschen der Bedeutung des Fahrrads bewusst. Später dann wurde das Gefährt nach seinem Erfinder benannt und erhielt den Namen „Draisine“.
Ein weiterer großer Erfinder, dessen Wiege in Karlsruhe stand, ist Carl Friedrich Benz. Er wurde am 25. November 1844 in Mühlburg geboren, die Stadt wurde dann 1886 nach Karlsruhe eingemeindet. Benz ist ein Pionier der Industriegeschichte, er entwickelte das erste Benzinauto mit einem Verbrennungsmotor und einer elektrischen Zündung. Ende Januar 1886 meldete Benz das Fahrzeug zum Patent unter der Nummer 37435 beim Reichspatentamt an.
Zwar ist Carl Wilhelm Röntgen nicht in Karlsruhe geboren, er ist der Entdecker der Röntgenstrahlen, die seit langem überwiegend in der Medizin eingesetzt werden, jedoch forschte er in der Stadt.
An der Technischen Hochschule Karlsruhe lehrten bereits viele Nobelpreisträger, so zum Beispiel Ferdinand Braun, der 1909 den Nobelpreis für Physik verliehen bekam. Einen Nobelpreis für Chemie bekam Fritz Haber im Jahr 1918. Auch er lehrte an der Technischen Hochschule in Karlsruhe, genauso wie Hermann Staudinger, der ebenfalls ein Lehramt in Karlsruhe innehatte und mit einem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde.
„Das Fest“ in Karlsruhe
Seit 1985 findet jedes Jahr am letzten Wochenende im Juli die größte kostenlose Open-Air Veranstaltung in ganz Deutschland statt: Das Fest! Gleich neben der Europahalle in der Günther-Klotz Anlage findet dieses Event statt, das Tausende von Menschen nach Karlsruhe lockt. Der Stadtjugendausschuss Karlsruhe ist der Organisator und sorgt jedes Jahr aufs Neue für ein musikalisches Erlebnis.
Der Medienpreis „BAMBI“
Der Verleger Karl Fritz aus Karlsruhe hat 1948 den Medienpreis „BAMBI“ aus der Taufe gehoben. Die ersten Stars, die den Medienpreis erhielten waren Marika Rökk und Jean Marais. Die ersten „BAMBIS“ waren noch ein Rehkitz, welches aus weißem Porzellan angefertigt war. Im schwäbischen Süßen stellt die Kunstgießerei Ernst Strassacker seit 1958 das Reh in vergoldeter Bronze her. Insgesamt zwölf „BAMBIS“ erhielt Heinz Rühmann und ist damit der absolute Rekordpreisträger. Jeweils zehn dieser Medienpreise erhielten O. W. Fischer und Peter Alexander und acht erhielten Maria Schell und Sophia Loren.
Das Verkehrsmuseum in Karlsruhe
Äußerst interessant ist auch das Verkehrsmuseum in Karlsruhe. Der Träger des Verkehrsmuseums ist der Verkehrswacht im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e. V. Gemeinnütziger Verein. Das Museum befindet sich im Hinterhof eines alten Fabrikgebäudes und verteilt sich auf vier Stockwerke mit einer gesamten Ausstellungsfläche von rund 1.200 Quadratmetern. In der Ausstellung können ungefähr 40 Autos und genauso viele Motorräder besichtigt werden. Es ist eine fast 200-jährige Geschichte der Fahrzeuge auf Straßen und Schienen zu sehen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Kleinwagen der Wirtschaftswunderzeit. Der Rundgang durch das Verkehrsmuseum wird durch anschauliche Informationen in Bezug auf die Kfz-Technik sowie den badischen Erfinder Felix Wankel, der von 1902 bis 1988 lebte, ergänzt. Eine der größten Modelleisenbahnanlagen in Deutschland ist in der Eisenbahnabteilung zu sehen. Dabei können Züge aus allen Epochen bewundert werden, wie zum Beispiel aus den Jahren 1895 bis 1935 eine Märklin Spur 1 Blech-Eisenbahn. Aber auch Modelle der badischen Lokomotiven sind dort im Maßstab 1:10 zu sehen.

