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Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe

Stadtrundfahrt durch Karlsruhe

In der Rheinebene zwischen Schwarzwald, Vogesen und den Pfälzer Bergen gelegen, bietet die noch relativ junge Stadt ihren Gästen so manches Kleinod an Sehenswürdigkeiten. Im Jahr 1715 gründete Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach die Stadt Karlsruhe entlang von strahlenförmigen Alleen, die von seinem Schloss südlich ausgingen.

Das Karlsruher Schloss
In seinem Ursprung war das Schloss zum größten Teil aus Holz gebaut, lediglich die Außenwände waren aus Stein. Bereits nach kurzer Zeit erwies sich diese Bauweise als baufällig und nach dem Tod des Markgrafen wurde das Schloss von 1752 bis 1754 erneuert. Der bekannte Baumeister Balthasar Neumann errichtete einen Neubau, wobei die Grundstruktur beibehalten wurde. Noch viele Generationen der badischen Markgrafen hatten ihren Wohnsitz im Schloss. Als der letzte Großherzog 1919 abdankte, wurde das Schloss in das Badische Landesmuseum umgewandelt. Vom 40 Meter hohen Schlossturm aus, sind die strahlenförmigen Straßen zu sehen, die wie ein Fächer anmuten und Karlsruhe den Beinamen Fächerstadt geben. Der Schlossgarten befindet sich auf einem etwa 40 Hektar großen Areal und ist das größte Naherholungsgebiet der Stadt. Der Schlossgarten ist ein beliebter Treffpunkt im Grünen, der die Generationen vereint.

Das Badische Landesmuseum
Im Karlsruher Schloss präsentiert das Badische Landesmuseum auf vier Ebenen und zeigt Sammlungen der verschiedensten Kunstwerke. Von der Ur- und Frühgeschichte über die Antike, die Zeit der Römer bis hin zum Mittelalter und zur Neuzeit sind Kunstwerke ausgestellt. Die Antikensammlung gehört zu den fünf größten ihrer Art in Deutschland. Die „Türkenbeute“ Sammlung ist ein weiterer Höhepunkt des Badischen Landesmuseums, ungefähr 400 Exponate sind aus dem Osmanischen Reich ausgestellt. Unter anderem sind prachtvoll verziertes Tafelgeschirr, beschlagene Pferdedecken, Waffen, Textilien und Kunsthandwerk aus dieser Zeit zu sehen.

Das Naturkundemuseum
Im Naturkundemuseum sind hervorragende Sammlungen und Forschungen zu sehen, es ist eines der größten Naturkundemuseen in ganz Deutschland. Über 4.000 Quadratmeter sind Ausstellungsfläche, auf der exotische und einheimische Tiere in ihren naturgetreu nachempfundenen Lebensräumen zu sehen sind. Im Naturkundemuseum sind sogar lebende Tiere aus dem Vivarium ergänzend mit in die Ausstellungen aufgenommen. Das Wahrzeichen des Museums ist ein lebendes Fossil, der Riesensalamander Andrias. In einzigartigen der Natur nachgestalteten Terrarien und Aquarien sind außerdem noch Klapperschlangen, Pfeilgiftfrosch, Kraken, Katzenhaie und tropische farbenprächtige Fische aus dem Mittelmeer zu sehen.

 

 

Keramik-Manufaktur in Karlsruhe
Die Majolika ist die letzte Keramik-Manufaktur in Deutschland, die noch in Betrieb ist. Seit 1901 ist die Majolika ein Ausstellungsraum für Kunst- und Gebrauchskeramik. Ebenso diente sie namhaften Künstlern, wie Wilhelm Süs und Hans Thoma als Werkstatt für ihre Projekte. In der Ausstellung ist von verziertem Geschirr über Pausbäckige Puten bis hin zu bunt bemalten Brunnenfiguren alles zu sehen und zum Teil können einige Produkte in der Manufaktur auch gekauft werden.

Der Karlsruher Marktplatz
Das Wahrzeichen von Karlsruhe befindet sich auf dem Marktplatz und ist eine Pyramide aus rotem Sandstein, die einen Hauch von Ägypten in die badische Residenzstadt bringt. Seit 1807 liegt in einem Sarkophag Markgraf Karl Wilhelm unter der Pyramide begraben. In den Anfängen der Stadt stand genau an diesem Ort eine Kirche, die jedoch bei der Neugestaltung des Platzes Anfang des 19. Jahrhunderts weichen musste. Daraufhin lag die Gruft des Stadtgründers frei und es wurde die Pyramide darauf gebaut. Ebenfalls befinden sich auf dem Marktplatz das beeindruckende Rathaus und die evangelische Stadtkirche. Die Gebäudefronten des Marktes sind nach dem Vorbild der griechischen Tempel gestaltet. Das Rathaus und die Stadtkirche stehen sich gegenüber, der Gesamteindruck wird durch die zugewandten Türme abgerundet.

Schloss Gottesaue
Das Lust- und Jagdschloss Gottesaue wurde von 1588 bis zum Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. Die Geschichte des Schlosses ist von Zerstörung und Wiederaufbau geprägt. Der erste Brand war 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg, notdürftig wurde es wieder hergerichtet. 1735 brannte das Schloss erneut ab und Markgraf Karl Friedrich ließ es noch bescheidener 1740 wieder aufbauen. Es wird angenommen, dass zu dieser Zeit das dritte Geschoss abgetragen wurde. Das Schloss mit seinen Nebengebäuden war erst ein Anwesen der markgräflichen Verwaltung sowie Mustergut, zeitweise wurde es als Gewerbepark genutzt und nach 1818 befand sich im Schloss eine Artilleriekaserne. Später wurde es dann für viele zivile Zwecke genutzt und auch als Polizeikaserne. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil des Schlosses zerstört und in den 1970er Jahren lagen Gutachten vor, dass das Schloss wieder in seinem Ursprung aufgebaut werden kann. Die Hochschule für Musik Karlsruhe zog 1989 in das Schloss Gottesaue ein.